Bruderliebe!?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. (1.Jo 4:21)

Nein, hier geht es nicht um den Menschenbruder, den wir lieben sollen. Auch wenn wir biblisch biologisch gesehen alle Brüder und Schwestern sind, da wir alle von einem Menschenpaar abstammen.

 Hier geht es darum den Bruder / die Schwester in der Gemeinde zu lieben, den Mitchristen.

 Was soll daran so besonders sein? Ebenso wenig wie auf der biologischen Ebene können wir uns auf der geistlichen Ebene unsere Geschwister aussuchen.

 Sie sind wie sie sind, mit ihren Eigenheiten, mit ihren Stärken und Schwächen und mit ihrem noch nicht Vollkommensein, wie auch wir noch nicht vollkommen sind. Wie in einer menschlichen Familie reiben wir uns auch in der geistlichen Familie aneinander und werden so verändert, unser Charakter wird geformt. Die Früchte des Geistes werden in uns hervorgebracht, wenn wir dem heiligen Geist erlauben sie in uns wachsen zu lassen. Das wird geschehen wenn wir uns selbst als veränderungsbedürftig erkennen und Veränderung zulassen, und nicht nur bei den anderen die Schuld, das Versagen, die Bosheit, die Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit sehen.

 

Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, ist er ein Lügner. (1Jo 4:20a)

 Gott hat uns die Brüder und Schwestern gegeben, damit wir an ihnen und mit ihnen Agapeliebe zu geben lernen. Sie sehen wir, sie fordern uns direkt heraus.

Wenn wir tatsächlich meinen Gott zu lieben, dann müssen wir die Liebe zum Mitchristen zu unserer Priorität machen. Dort zeigt sich ob wir Gott so sehr lieben, dass wir Ihm erlauben diese Brüder und Schwestern in unser Leben zu platzieren mit denen Er uns zur Vollkommenheit führen will.

 

Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat. (1Jo 4:20b)

Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! (Phi 2:1-4 ELB)

Wie würde die Regiogemeinde aussehen, wenn wir das leben würden?