Auserwählt!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der HERR hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Psalm 100,3 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt. Johannes 15,16

Es gibt kaum ein Thema, was uns über die Jahrhunderte mehr beschäftigt hat, als die Erwählung des Menschen, die der heute so selbstverständlich proklamierten Willens- und Entscheidungsfreiheit des Menschen völlig entgegensteht. Obige Johannesstelle wird dann nicht als allgemeine Erwählung verstanden sondern als Erwählung zum Dienst.

. wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, daß wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, (Eph 1:4)

Das aber wirft mehr Fragen auf als es löst. Sind denn nur die zum Dienst Erwählten solche, die Frucht bringen sollen? Sind nur die zum Dienst Erwählten aufgefordert, in Jesus zu bleiben? Man sieht sehr schnell, dass man da in eine Sackgasse kommt. Es bleibt dabei! Jesus sagt unmissverständlich: Dass ihr meine Jünger seid, ist nicht auf eurem Mist gewachsen. Bildet euch nichts ein. Ich habe euch erwählt.

Andere argumentieren: Ja, die Erwählung stimmt schon. Aber die wird erst wirksam „in Ihm“ „in Jesus“. Im Heilshandeln Gottes ist es dann Erwählung, was vorher unsere freie Entscheidung war.

Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
(Röm 8:29 )

Man sieht an den Argumenten schon, wie windig das ist.

Natürlich sind wir in Jesus erwählt! Jesus konnte uns nur erwählen Gottes Kinder zu sein, aufgrund der Tatsache, dass Er die Erlösung an uns wirksam machen würde. Sonst hätte Er uns völlig verdorbenen Wesen nie zur Gemeinschaft mit dem Heiligen Gott erwählen können.

Aber es bleibt immer noch Seine Erwählung, die durch nichts von unserer Seite motiviert war, die allein Ausdruck Seiner souveränen Gnade ist.

Schon im alten Testament sagt Gott Seinem Volk, dass Er sie nicht ihretwegen, weil sie etwas Spezielles oder besonders groß und stark gewesen wären, erwählt und gemacht hat. Er hat sie wegen Seiner Liebe, weil Er liebte, zu Seinem Volk gemacht.

Die Dankbarkeit für Seine erwählende Gnade müsste umso größer sein, je mehr wir uns unserer „Unwürdigkeit, unserer Verloren- und Verdorbenheit“ bewusst werden. Wenn wir all das bedenken, können wir nicht anders, als Gott allezeit für alles in allen Umständen zu danken. Ein dankbares Herz könnte eine schöne Frucht von Jesu Erwählung sein.

Wie ist es damit bei dir?

Eugen