Aufeinander achthaben

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. Hebräer 10,24

Bevor du weiterliest, überlege dir einmal: Was sagt der obige Vers dir eigentlich? Wozu fordert er dich auf?

Es ist eine doppelte Aufforderung. Das „einander“ setzt uns sowohl in die Position des Aktiven wie auch des Passiven.

Wir müssen bereit sein, das, was da steht, zu tun und es auch zuzulassen.

Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!
(1.Thes. 5:11)

Die Aufforderung ist im Wesentlichen: „Achtet auf einander, dass ihr als Christen lebt und ermutigt euch dazu.“

Das ”Achten“ ist aber mehr als ein: „Ich schau gelegentlich mal, was der andere macht.“ Es ist ein bewusstes Beobachten. Es ist ein Beobachten mit dem Ziel, dem anderen zu helfen, in seinem Leben als Christ zu wachsen und ihm Feedback zu geben, wie er etwas macht.

Wenn wir das einander tun und einander erlauben, dann hilft uns das, in der richtigen Haltung zu bleiben. Es geht uns nicht darum, den anderen zu kritisieren, um ihn runter zu machen, um ihn zu disqualifizieren, sondern um ihm zu helfen, besser zu werden, es besser zu machen. Wir haben gegenseitig das Ziel, einander zum Besseren zu helfen.

Und wenn wir das wollen, dann schielen wir nicht auf den Platz, die Position, den Dienst, die Berufung, die Begabung des anderen. Nein, wir wissen, dass, wenn wir einander zum Besseren helfen, wir dem Leib Jesu am besten dienen, weil jeder in seiner eigenen Berufung wächst und das dient dem ganzen Leib.

Denn ihr wißt, ... erlöst worden seid ...mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.(1.Petr. 1:18+19)

Wir haben nicht das Ziel, den anderen uns zu „unterwerfen“, ihn uns „anzugleichen“, ihn „gleichzuschalten“, sondern in der von Gott geschaffenen und gewollten Einzigartigkeit zum Wohl der Gemeinde zu fördern, damit er der Gemeinde mit seiner Begabung optimal dienen kann.

Ist das eine Utopie?

Wenn es nach Jesus geht, nicht! Er will, dass wir Seinen ganzen Reichtum, den Er in Seinen Leib hineingelegt hat widerspiegeln und ausleben.

Damit würde die Gemeinde das tatsächlich erreichen, was die Welt nie erreichen wird: Dass jeder Einzelne tatsächlich gleich, gleichwertig, gleichberechtigt, gleich wichtig, gleich angesehen, gleich geliebt, gleich wertgeschätzt ist. Sie würde das darstellen, was auf der Beziehung zwischen Jesus und jedem einzelnen Glied Seines Leibes schon Realität ist. Denn für Jesus gilt all das und noch mehr. Er macht zwischen keinem von uns einen Unterschied, da Er für jeden von uns gleich viel bezahlt hat. Sein ganzes Blut, Seinen ganzen Leib.

 

Lasst uns auf dieser Grundlage den obigen Vers mit Freuden ausleben

Dein Eugen